Musikalische Früherziehung - Inhalte

Musikalische Früherziehung liegt mir sehr am Herzen. Es ist für viele Kinder oft der erste Zugang zur Musik und durch eine ganzheitliche Heranführung kann man eine breite Basis für das spätere Musikleben oder -erleben schaffen. Das Singen neuer und traditioneller Lieder fördert die Stimme und das Gehör, Bewegungsspiele sensibilisieren die Raum- und Körperwahrnehmung, das Musizieren auf elementaren Musikinstrumenten wie Trommeln, Rasseln, Klangstäben, u.s.w. erhöht die haptische und auditive Wahrnehmung

 

Meine Kurse habe ich auf zwei Jahre konzipiert.

 

Im ersten Jahr geht es darum, die Musik in ihrer rudimentärsten Form zu erfassen, zum Beispiel im Metrum der Musik zu gehen aber auch die Parameter wie laut/leise, schnell-langsam, kurz-lang zu erkennen und zu imitieren. Rhythmische oder metrische Spiele mit Orffinstrumenten sind zu diesem Zweck zugleich Rhythmusschulung und Motorikschulung.


Die Körperwahrnehmung spielt eine große Rolle: Wie läuft ein Huhn oder ein Elefant, mache deinen Rücken so hart wie einen Stein, stelle mit deinem Körper einen Baum dar, wie fühlt sich der Fuß an, wenn man über einen Reifen läuft?


Die Raumwahrnehmung ist wichtig: Wo kommt der Klang her? Bildet eine Reihe, einen Kreis, ein Viereck, gehe den Weg nach u.s.w..


Wir lernen das kleine Schlagwerk kennen, spielen Klanggeschichten und hören Musik.



 

Im zweiten Jahr geht es darum, die gelegte Basis zu vertiefen und zu einem differenzierteren Musikverständnis zu gelangen:

Können wir uns so im Raum platzieren, dass jeder den gleichen Abstand zum anderen hat? Trauen wir uns, blind durch den Menschenwald zu gehen, nur geleitet von den Rufen der Anderen? Können wir verschiedene Klänge zur gleichen Zeit lokalisieren oder in einer langen Klangkette den Rhythmus auf dem Rücken des vor uns sitzenden Kindes weitergeben?
 Welches Instrument haben wir gehört? (Instrumentenkunde). Wo fängt ein neuer Teil in der Musik an? (Formenlehre). Wo finden wir auf dem Xylofon den Kuckuck (Liedbegleitung). Wie klingt ein Blas-, Streich- und Zupfinstrument (Gitarre, Geige und Flöte stelle ich vor). Welche von den drei grafischen Karten stellt den Kuckuck dar. Können wir Rhythmusketten mit 4-5 verschiedenen Rhythmen spielen? Können wir eine Tonleiter legen?

 

Das oberste Ziel jedoch ist und bleibt die Vermittlung von Freude an der Musik.

 

In der Regel starten die Kurse im Alter von 3,5 Jahren. Kurse für ältere Kinder laufen oft nur ein Jahr lang. Kurz vor oder nach dem Schuleintritt fangen die meisten Kinder an, ein Instrument zu erlernen.